Stimmloser postalveolarer Frikativ

IPA-Zeichen ʃ
IPA-Nummer 134
IPA-Zeichen-Beschreibung lateinische Minuskel Esh
Unicode U+0283
X-SAMPA S
Kirshenbaum S

Der stimmlose postalveolare Frikativ (ein stimmloser, hinter den Alveolen gebildeter Reibelaut) ist ein in vielen Sprachen vorkommender Zischlaut, der im Deutschen allgemein als „sch“-Laut bekannt ist.

Die Artikulation ist lamino-postalveolar oder apiko-postalveolar, d. h. das Zungenblatt oder die Zungenspitze bildet hinter dem Zahndamm eine Turbulenzen erzeugende Engstelle mit dem Gaumen. Im Deutschen wird dies oft durch eine Lippenrundung begleitet.

Der Laut hat in verschiedenen Sprachen folgende lautliche und orthographische Realisierungen:

  • Deutsch ​[⁠ʃ⁠]​: Gekennzeichnet durch sch sowie s vor p und t im Anlaut.
  • Englisch ​[⁠ʃ⁠]​: Gekennzeichnet durch sh sowie manchmal durch s und (in aus dem Lateinischen stammenden Wörtern) durch ti und ci
  • Französisch ​[⁠ʃ⁠]​: Gekennzeichnet durch ch.
  • Italienisch ​[⁠ʃ⁠]​: sc vor e und i und sci vor a, o und u
  • Persisch: Gekennzeichnet durch ش
  • Polnisch: Gekennzeichnet durch Sz, sz (szaszłyk, szkoła)
  • Rumänisch ​[⁠ʃ⁠]​:Gekennzeichnet durch Ș, ș
  • Slowakisch ​[⁠ʃ⁠]​: Gekennzeichnet durch Š, š
  • Spanisch: Teilweise Allophon von ​/⁠t͡ʃ⁠/​ oder ​/⁠ʝ⁠/​, sonst nur in Anglizismen (oft jedoch ersetzt durch ​[⁠s⁠]​ oder manchmal ​[⁠t͡ʃ⁠]​). In Lateinamerika, vor allem in Argentinien und Uruguay werden y und ll mit ʃ ausgesprochen; siehe Yeísmo.
  • Tschechisch: ​[⁠ʃ⁠]​: Gekennzeichnet durch Š, š (šest, šiška)
  • Türkisch ​[⁠ʃ⁠]​: Gekennzeichnet durch Ş, ş
  • Ungarisch: Gekennzeichnet durch S, s (spiritusz=Spiritus, sonka=Schinken)

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