Linux

Linux oder GNU/Linux
Tux, der Linux-Pinguin
Entwickler diverse
Lizenz(en) GPLv2 und andere
Erstveröff. 17. September 1991
Akt. Version 6.9.3 (30. Mai 2024)[1]
Akt. Vorabversion 6.10-rc3 (9. Juni 2024)
Kernel monolithischer Kernel
Architektur(en) Alpha, ARC, Arm, C-Sky, Hexagon, m68k, MicroBlaze, MIPS, Nios II, OpenRISC, PA-RISC, PowerPC, RISC-V, s390, SuperH, SPARC, x86, x86-64, Xtensa, z Systems
https://www.kernel.org/

Als Linux (deutsch [ˈliːnʊks] ) oder GNU/Linux (siehe GNU/Linux-Namensstreit) bezeichnet man in der Regel freie, unixähnliche Mehrbenutzer-Betriebssysteme, die auf dem Linux-Kernel und wesentlich auf GNU-Software basieren. Die weite, auch kommerzielle Verbreitung wurde ab 1992 durch die Lizenzierung des Linux-Kernels unter der freien Lizenz GPL ermöglicht. Einer der Initiatoren von Linux war der finnische Programmierer Linus Torvalds. Er nimmt bis heute eine koordinierende Rolle bei der Weiterentwicklung des Linux-Kernels ein und wird auch als Benevolent Dictator for Life (deutsch „wohlwollender Diktator auf Lebenszeit“) bezeichnet.

Das modular aufgebaute Betriebssystem wird von Softwareentwicklern auf der ganzen Welt weiterentwickelt, die an den verschiedenen Projekten mitarbeiten. An der Entwicklung sind Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und viele Freiwillige beteiligt. Beim Gebrauch auf Computern kommen meist sogenannte Linux-Distributionen zum Einsatz. Eine Distribution fasst den Linux-Kernel mit verschiedener Software zu einem Betriebssystem zusammen, das für die Endnutzung geeignet ist. Dabei passen viele Distributoren und versierte Benutzer die Software an ihre eigenen Zwecke an.

Linux wird vielfältig und umfassend eingesetzt, beispielsweise auf Arbeitsplatzrechnern, Servern, Mobiltelefonen, Routern,[2] Notebooks, Embedded Systems, Multimedia-Endgeräten und Supercomputern.[3] Dabei wird Linux unterschiedlich häufig genutzt: So ist Linux im Server-Markt wie auch im mobilen Bereich eine feste Größe, während es auf dem Desktop und Laptops eine noch geringe Rolle spielt. Im November 2023 war es in Deutschland auf ca. 2,8 % der Desktop-Systeme installiert,[4] und erreichte Anfang 2024 erstmals eine weltweite Verbreitung von über 4 %.[5][6]

Unter den Nutzern von Linux sind Privatleute, Regierungen, Organisationen und Unternehmen.[7][8]

Patentrechtlich wird Linux durch das Open Invention Network (OIN) geschützt. Des Weiteren fördert und unterstützt die Linux Foundation den Fortbestand und die Weiterentwicklung von Linux.

  1. https://www.kernel.org/
  2. Table of Hardware Router auf die OpenWrt (Linux für Router) installiert werden kann
  3. Oliver Diedrich: Linux dominiert die Top500. In: Heise online. 18. Juni 2012. Abgerufen am 9. Dezember 2016.
  4. Marktanteile der führenden Betriebssysteme in Deutschland von Januar 2009 bis November 2023. 2. Januar 2024, abgerufen am 22. Januar 2024.
  5. Andreas Fischer: Linux überspringt Vier-Prozent-Hürde auf dem Desktop. In: Golem.de. 5. März 2024, abgerufen am 19. April 2024.
  6. Andreas Proschofsky: Linux erreicht neue Rekordverbreitung am Desktop. In: Der Standard. 13. April 2024, abgerufen am 19. April 2024: „Nach dem Durchbrechen der Vier-Prozent-Schallmauer im Vormonat gibt es nun ein weiteres Plus, wenn auch nur ein kleines. Der Trend ist aber klar“
  7. 50 Places Linux is Running That You Might Not Expect comparebusinessproducts.com (23. März 2010)
  8. Linux Foundation Mitglieder (Memento vom 24. April 2013 im Internet Archive), auf linuxfoundation.org

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