Als „Nordvogesen“ (französisch Vosges du Nord) werden in Frankreich aus politischen Gründen hauptsächlich der südliche Teil des Pfälzerwalds von der Zaberner Steige bis zur deutsch-französischen Grenze sowie zum Teil auch noch andere, daran angrenzende, französische Gebiete bezeichnet. Ihr Kernbereich wird „Basses-Vosges gréseuses“ (deutsch niedere Sandsteinvogesen) genannt.[1]
Es handelt sich dabei allerdings nicht um einen Naturraum im eigentlichen Sinne, da ein solcher durch die Form der Landschaft und nicht den Verlauf von politisch festgelegten Grenzen definiert wird. Auch haben die „Nordvogesen“ nach deutscher Lesart geographisch betrachtet nichts mit den eigentlichen Vogesen zu tun, die an der Zaberner Steige enden. Das Gebiet nördlich der deutsch-französischen Grenze wird hingegen auch in Frankreich naturräumlich als „Pfälzerwald“ (französisch Forêt palatine) bezeichnet, wodurch dieser dort ebenfalls nur als „Pseudo-Naturraum“ mit teilweise politischen statt ausschließlich naturräumlichen Grenzen definiert ist.
Das Gebiet der „Nordvogesen“ liegt in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass und Lothringen) in den Départements Bas-Rhin und Moselle.[2]