Die Oxidation (auch Oxydation) ist eine chemische Reaktion, bei der ein Ion oder ein Atom (als solches oder als Bestandteil eines Moleküls) ein oder mehrere Elektronen abgibt und dadurch seinen Oxidationszustand erhöht. Die Erhöhung des Oxidationszustandes wird formal durch die Erhöhung der sogenannten Oxidationszahl desjenigen Atoms im Molekül kenntlich gemacht, das für die Oxidation verantwortlich ist. Die Erhöhung der Oxidationszahl entspricht der Anzahl der abgegebenen Elektronen.[1]
Als Oxidationsmittel bezeichnet man den Stoff, das Atom, das Ion oder das Molekül, das die Elektronen aufnimmt und dadurch reduziert wird. Beide Reaktionen – Reduktion und Oxidation – werden als die zwei Teilreaktionen der ablaufenden Redoxreaktion bezeichnet.
Eine Oxidation ist gewöhnlich exotherm, im umgekehrtem Fall, also zum Reduziern muss gewöhnlicherweise Energie aufgewendet werden. Es gibt jedoch Ausnahmen, beispielsweise ist die Oxidation von Wasser zu Wasserstoffperoxid endorthem also die Rückreaktion entsprechend exotherm.
Man spricht von einer Disproportionierung, wenn bei einer chemischen Reaktion Elemente mit mittlerer Oxidationsstufe in solche mit einer niedrigen und einer höheren übergehen.